3D Objekte von 1880 auf dem Sommerfest der Uni Jena

Augmented Reality Skulptur Industria

Gab es 1880 schon 3D Objekte? Nein, eher nicht. Aber dreidimensionale Objekte gab es natürlich schon;) Zum Beispiel die 26 cm hohe Terrakottafigur „Industria“, die um etwa 1880 entstanden ist und in Ilmenau gelagert wird. Der Künstler Émile Louis Picault war bekannt für seine allegorischen Skulpturen, die Begrifflichkeiten wie der „Industrie“ einen Körper verliehen. Wir sind dafür bekannt raren Objekten ein zweites Leben als 3D Objekt zu schenken. So konnten wir das historische Kunstobjekt in Form einer Augmented Reality Projektion in Lebensgröße mit auf das diesjährige Sommerfest nehmen.

Warum ein 3D Objekt von der „Industria“?

Was macht die Verkörperung der Industrialisierung beim Sommerfest der FSU Jena? Wieso nicht eine 3D Sonnenblume oder eine 3D Discokugel? Ganz einfach: Wir haben uns mit dem Projekt „cultur3D“ für Digitales Kultur- und Sammlungsmanagement in 3D zusammengetan. Das Innovationsprojekt hat es sich zur Aufgabe gemacht dreidimensionale Kulturgüter, wie Kunstobjekte oder Fundstücke in virtuelle, ortsunabhängig verfügbare 3D Modelle zu übersetzen. Die „Industria“ ist ein ebensolches 3D Objekt. Auf dem Sommerfest konnten Besucher sich die Skulptur in Lebensgröße anschauen und sogar ein Erinnerungsfoto damit schießen lassen. Damit wollten wir zeigen, welches Potential nicht nur das Projekt cultur3D hat, sondern auch der Einsatz von Augmented Reality 3D Objekten im Allgemeinen.


Vorteile von 3D Objekten:

  • Kulturgüter und seltene Objekte können einer breiten Masse zugänglich gemacht werden
  • Präsentationen sind nicht nur in speziell gesicherten Museumsräumen möglich
  • Ein 3D Objekt kann an vielen Orten von vielen Menschen zeitgleich betrachtet werden
  • 3D Objekte können größer oder kleiner als ihr Original sein, so können große Bauwerke auf dem
    Couchtisch betrachtet oder kleine Skulpturen in Lebensgröße bestaunt werden
  • Die Objekte können über unseren 3d Product Viewer auch auf Websites eingebunden werden


Was gab es auf dem Universitätssommerfest noch zu sehen?

Unsere 3D Skulptur konnte nicht nur in AR sondern auch in VR betrachtet werden. Außerdem hatten wir auch noch einige Exponate aus dem optischen Museum in der Tasche, die von Besuchern begutachtet werden konnten. Und weil dann immer noch Platz in der Tasche war, haben wir auch gleich noch das gesamte optische Museum in VR dabei. Gäste mussten so nur kurz in die VR-Brille schlüpfen und konnten direkt in der Mensa gemütlich durch das optische Museum schlendern.

Wir hatten viel Spaß und freuen uns schon auf das nächste Event!