Hans Elstner im ntv-Interview zur Startup-Politik des Bundes
Es fehlt nicht am Start – es fehlt am Anschluss

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat bessere steuerliche Bedingungen für Startups angekündigt, um mehr privates Kapital in junge Unternehmen zu lenken – Anlass war der „Branchendialog Ost“ am 17. August in Berlin. In der ntv-Sendung „Wirtschaft“ ordnete Hans Elstner, CEO der rooom AG und Landessprecher Thüringen im Startup-Verband, ein, was jetzt folgen muss.

Interview mit Hans Elstner (rooom AG) bei ntv, 17. August 2026. Quelle: ntv

Die 152 Maßnahmen der Startup- und Scaleup-Strategie seien ein Anfang, so Elstner - entscheidend sei jetzt die Umsetzung: „Wichtig ist, dass es jetzt sehr konkret wird, dass klar festgelegt wird, wer was mit welchem Budget macht und wie das Ganze gemessen wird.“ Als strukturelles Kernproblem benennt er das Tempo - bei Visa wie bei Gründungen. Sein Vorschlag: eine Überholspur für Startup-Gründungen, dazu schnellere Arbeitsvisa für KI-Fachkräfte.

An Ideen und Frühphasenkapital fehle es dagegen nicht: „Es fehlt am Anschluss.“ Viele Startups scheitern an der Wachstumsfinanzierung und holen sich das Geld später in den USA - „wir bauen etwas auf, was dann abwandert“. Bei KI sieht er Deutschlands Chance in industriellen, anwendungsbezogenen Lösungen. Seine Forderung on top: überprüfbare Ziele beim Transfer aus den Universitäten, bei Kundenzugang und bei öffentlichen Aufträgen.

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