DAS METAVERSE 2022 – WIE WIRD ES AUSSEHEN?

Center of a metaverse city

2022 wird das Jahr des Metaverse. Unzählige leuchtende Augen und auch einige hochgezogene Augenbrauen blicken mit Spannung auf die neuesten Entwicklungen in 2022. Grenzenlose Möglichkeiten stehen neben unzähligen offenen Fragen und lassen Raum für Visionen. Fakt ist, dass das Metaverse oder Web3.0, die Grenzen der physischen Welt mit denen der digitalen Welt verschmelzen lassen wird. Statt nur starr auf einen Bildschirm zu blicken, werden wir künftig dank verschiedener Technologien in das Metaverse eintauchen und gleichzeitig auch Inhalte aus dem Gerät heraus direkt zu uns projizieren können. Statt zentraler Informationsknoten werden wir dezentral und niederschwellig Inhalte erleben und auch selbst erstellen können – und das nicht nur auf einer Plattform, die vor kurzem noch Facebook hieß, sondern überall und jederzeit. Neue Arten der Kommunikation und Interaktion werden entstehen, neue Formen der Vermarktung, neue Eventformate und auch neue Jobs. Wie genau das Metaverse in einigen Monaten aussehen wird, kann niemand genau vorhersagen. Einiges ist allerdings schon jetzt klar, zum Beispiel, dass es DAS Metaverse gar nicht geben wird.

 

Es wird mehr als ein Metaverse geben

Marc Zuckerbergs Vision ist es, mit Meta einen globalen digitalen Ort zu erschaffen, in dem alle Nutzer sich in Form von 3D Profilen mit Avataren und Homebase mit der Welt vernetzen. Meta soll der zentrale Treffpunkt der Weltbevölkerung sein, der physische Barrieren dahinschmelzen lässt und Interaktivität auf einem ganz neuen Level bietet. Ethan Zuckerman, Internetaktivist und Erfinder der Pop-Up-Ad, kann sich ein solches Konstrukt nicht vorstellen:

        „Wie findet man einen gemeinsamen Nenner, eine gemeinsame Vision, einen gemeinsamen Satz von Regeln und Prinzipien für das Miteinander so vieler unterschiedlicher Nutzer?“1  Ethan Zuckerman

 

Vielmehr hält der Internet-Experte ein Nebeneinander vieler kleiner Metaversen für realistisch, wie es im Spiel Minecraft bereits Realität ist. Dort können Spieler sich auf eigenen Servern zusammentun und ihre eigenen Community-Regeln aufstellen. Selbst wenn Meta seine Welt ausschließlich auf den sozialen Austausch fokussieren würde, wären die Interaktionen weltweiter Nutzer nicht kontrollierbar. Dass das ehemalige Facebook es nicht schafft, die weltweiten Interaktionen von Nutzern zentral zu verwalten, hat sich den letzten Jahren ja bereits deutlich gezeigt. Zudem könnte Meta ohnehin nur den Social-Media Bedarf abdecken. Es gibt aber noch so viele andere Bereiche, die ebenfalls im Metaversum stattfinden werden. Allein schon die Separation von Gaming- und Business-Inhalten ist unumgänglich. Wer will sich schon über Anbieter von handgefertigten Tischplatten informieren und in einem Landwirtschaftssimulator landen? Umgekehrt wird kein Fortnite Gamer das Verlangen verspüren, sich in einem virtuellen Tanzsaal über historische Standardtänze zu informieren. Jeder Nutzer und auch jeder Anbieter von Inhalten sollte selbst entscheiden können, in welchem Umfeld er sich bewegen möchte. 

"The metaverse is already all around us, connecting as many different people, businesses and areas of life as possible."  Hans Elstner, CEO at rooom AG

Die Metaverse-Plattform rooom plant, allen Businesskunden ein eigenes Mini-Metaversum zur Verfügung zu stellen, das in einem Areal zusammen mit Anbietern ähnlicher Inhalte platziert werden kann. E-Commerce Anbieter könnten Ihre virtuellen Gebiete beispielsweise in einer Art virtuellem Warenhaus platzieren. Industriekunden können Teil eines branchenspezifischen Metaverse werden, in dem es beispielsweise alles rund um das Thema Optik zu entdecken gibt. Und ein Smart Learning Metaversum könnte sich innerhalb einer Art digitalen Campus befinden. So können wir dann jederzeit genau das finden, was wir suchen. Wo wäre der Fortschritt, wenn wir digital wie im realen Leben ein Navi bräuchten, um den Showroom unserer Lieblingsmarke zu finden?

Ein weiterer Vorteil der Mini-Metaversen ist die Möglichkeit einer stärkeren Personalisierung. In einem zentralen Metaversum, wie von Meta geplant, müssten alle Nutzer mehr oder weniger den gleichen Templates folgen. Ähnlich wie jedes Profil im ehemaligen Facebook gleich aussieht und auch jede Website im Prinzip gleich aufgebaut ist, würde dann auch jedes Profil im neuen Meta ähnlich aussehen. In selbstständigen Mini-Metaversen hingegen können Inhalte in jeder erdenklichen Umgebung präsentiert werden. Dinge können sich freischwebend im Weltraum bewegen, auf einer grünen Lichtung stehen oder auch mitten in einer Innenstadt oder unterirdisch platziert sein. Alles ist möglich. 

Der Grundtenor der aktuellen Debatten und Zukunftsvisionen sieht das Metaverse als die lineare Weiterentwicklung des Internets. Bis zu einem gewissen Punkt ist das sinnvoll. Beide basieren auf einem weltweiten Netzwerk miteinander verbundener Rechensysteme, in dem der Datenaustausch über normierte Protokolle erfolgt. Die feinen Unterschiede sprechen allerdings dafür, das Metaverse nicht einfach nur als Internet 3.0 zu betrachten. So ist das klassische Internet eine Einbahnstraße. Mini-Metaversen spannen hingegen ein filigranes Netz auf, das die reale Welt mit der digitalen verweben und beidseitig durchlässig ist. Mittels Augmented Reality können Produkte einfach nach Hause, auf die Straße oder in den Park projiziert werden. Einen Sprecher bei einer Veranstaltung oder eine ganze Band können einfach ins eigene Wohnzimmer zwischen Couch und Esstisch projiziert werden. Umgekehrt können wir virtuelle Orte jetzt mittels 3D und VR-Technologie tatsächlich besuchen und begehbar machen – nicht vergleichbar mit dem Besuch einer Website.

Metaversen sollen es möglich machen, die Grenzen der Realität zu überwinden. Es geht nicht nur darum, die Dinge, die bisher real möglich waren, jetzt virtuell zu tun, so wie man bei Walmart jetzt virtuell einen Einkaufswagen durch endlose Supermarktgänge schieben kann. Vielmehr soll es neue, einfachere Möglichkeiten zum Socializing, Shopping und Informieren geben. In Echtzeit können wir Teil einer erweiterten Welt werden und sind nicht mehr von starrem On-Demand Content abhängig.

rooom's Top 5 Metaverse Vorhersagen

1. Jederzeit und überall für alle

Mithilfe von Technik der neuesten Generation ist es möglich, 3D Welten und Inhalte so lebendig wie nie zuvor zu erleben. Die Anzahl von Nutzern allerdings, die Geräte wie AR- oder VR-Headsets besitzen, ist noch immer gering. Damit die Tore des Metaversums sich nicht nur für Tech-Nerds öffnen, muss der Zugang daher auch ohne teures Equipment möglich sein. Die Metaverse-Anwendungen von rooom können einfach über den Browser genutzt werden. Nutzer stellen sich einen Avatar zusammen und können die 3D Welten auf allen gängigen Endgeräten entdecken. Für AR-Erlebnisse genügt ein Smartphone, nicht einmal eine App muss heruntergeladen werden. Unabhängig von der genutzten Hardware bietet ein Metaverse auch ganz grundlegend barrierefreien Zugang zu den verschiedensten Welten. Nutzer können unabhängig von Ort, Zeit, Alter, Fitness und Co. in jede Welt eintauchen, die sie besuchen möchten. So können wir als Weltbevölkerung noch stärker zusammenwachsen und gemeinsam in die Zukunft blicken.

2. Interaktion und Kommunikation in Echtzeit

Recherchieren wir heute etwas im Internet, dann stoßen wir im Normalfall auf eine bestimmte Website, auf der wir einen statischen Inhalt rezipieren können. In einem Metaversum geht es neben dem Durchbrechen physischer Barrieren auch um Interaktion und Echtzeit-Action. Das heißt nicht unbedingt, dass Besucher wie in einem Spiel ausgefallene Gebäude errichten und gegen Monster kämpfen müssen. Vielmehr geht es um reale Interaktionen zwischen Menschen mithilfe von Avataren und Chats. Und auch Inhalte wie Immobilien, Produkte oder virtuelle Landschaften sollen in 3D, VR und AR zum interaktiven Erleben und Entdecken bereitstehen.

3. Personalisierbare Inhalte

Jedes Metaversum soll ein interaktiver Raum sein, in dem Privatpersonen, Firmen und auch Akteure aus Kultur, Tourismus und Bildung sich individuell verwirklichen können. Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich mithilfe eines Avatars eine virtuelle Repräsentation zu erstellen und eigene Inhalte einzubringen. Dazu muss das Erstellen von 3D Inhalten niederschwellig zugänglich gemacht werden. Die rooom Plattform bietet schon jetzt unzählige Möglichkeiten selbst zum 3D Creator zu werden und bietet damit eines der ersten CMS für das Metaverse. So kann jeder, der ein internetfähiges mobiles Endgerät besitzt, an der Entstehung von Metaversen teilhaben.

4. Sicherheit und Datenschutz im Fokus

“Privacy and Safety need to be built into the metaverse from day one.”³, stellt Marc Zuckerberg in seiner Metaverse-Vision fest. Ihm zufolge sollen alle Nutzer selbst entscheiden können, wann sie sich mit anderen austauschen wollen und wann sie sich in einen privaten Bereich zurückziehen möchten. Tatsächlich ist die Problematik deutlich komplexer. Der Handel mit Verbaucherdaten ist ein florierendes Geschäft. Deep Fakes werden immer überzeugender. Und die Daten, die im Meatverse gesammelt werden, könnten weit umfassender sein, als das, was bisher erfasst wird. Entsprechende Strategien und Vorsichtsmaßnahmen sollten daher von Anfang an mitgedacht werden. Bei der Auswahl einer Metaverse Plattform sollten Nutzer sich gut darüber informieren, wie mir ihrer Privatsphäre umgegangen wird. Bei rooom beispielsweise, wird großer Wert auf die Einhaltung der DSGVO gelegt. Außerdem liegen alle Inhalte ausschließlich auf sicheren Servern der deutschen Telekom.

Was heißt NFT?


NFT ist die Abkürzung für Non-Fungible Token, also Nicht austauschbarer Token. Ein Token ist ein digitalisierter Vermögenswert, der austauschbar oder nicht austauschbar (non-fungible), also einzigartig, sein kann. Die Einzigartigkeit kann mittels Blockchain sichergestellt werden, indem Daten wie Verkäufer, Käufer oder Transaktionssumme in aufeinanderfolgenden Blöcken dezentral gespeichert werden (wie die Glieder einer Kette). Ein NFT, das auf der Blockchain gespeichert ist, kann nicht kopiert werden und bleibt damit immer einzigartig und wertvoll. Theoretisch kann jeder Vermögenswert zum NFT werden: Zeichnungen, digitale Kunstwerke, Videos und auch echte Besitztümer.

5. NFTs - Digitale Vermögenswerte

Ein besonders interessanter Aspekt digitaler Welten sind NFTs. Diese ermöglichen es rein virtuelle Werte zu erschaffen, die zwar reales Geld wert sind, aber keine Ressourcen verbrauchen. Die digitalen Vermögenswerte ermöglichen es vor allem, kreative Arbeit zu einer rentablen Einnahmequelle zu machen. Die rooom Plattform bietet Künstlern eine niederschwellig zugängliche Plattform, um ihre Werke auszustellen und zu vertreiben. So werden Projekte besser finanzierbar und damit unabhängiger von institutioneller Unterstützung. Außerdem können NFTs für den Verkauf virtueller Berechtigungen verwendet werden, beispielsweise in Form von virtuellen Festivalbändchen, Konzerttickets oder T-Shirts für den eigenen Avatar.

Wie genau das Metaverse oder die Metaversen in einem Jahr aussehen werden, zeigen die nächsten Monate. Sicher ist, dass Meta nicht die EINE Lösung verwirklichen wird, mit der wir alle uns unseren individuellen Raum in der digitalen Welt erstellen werden. Und sicher ist auch folgende Aussage von roooms CEO Hans Elstner:

 

"The important thing is: Everyone can participate because the metaverse is for all of us."  Hans Elstner

s: Everyone can participate because the metaverse is for all of us."  Hans Elstner